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Andacht

Liebe Gemeinde,

unsere Kirche ist keine Institution mehr. Früher waren wir wirklich eine Institution. Und ihr Vertreter im Ort war der Pfarrer. Und es war üblich, dass jeder, der etwas von der Kirche wollte, zum Pfarrer oder einem anderen Angestellten hinging. Dann brachte man sein Anliegen vor und empfing die Handlung seines Gegenübers. Danach ging man dann wieder seines Weges. Aber wie gesagt: Das war früher.

Heute sind der Pfarrer und die Kirche keine Institutionen mehr. Unsere Gemeinden leben heute vom Mitdenken und Mitmachen ihrer Gemeindeglieder. Damit verwirklicht sich das, was Luther das „Priestertum aller Getauft en“ nannte. Jesus hatte dafür auch ein Wort. Er sprach von seinen Jüngerinnen und Jüngern. Jünger sind nichts anderes als Schüler und wie es damals üblich war, waren sie immer dort, wo ihr Lehrer gerade war. Ihm hörten sie zu; ihm sahen sie zu; er fragte sie; sie fragten ihn, er antwortete ihnen; er sagte ihnen was sie tun und lassen sollten und wie sie leben sollten. Das setzten die Schüler dann um. In der Kirche haben wir dafür das Wort Nachfolge.

Als Christinnen und Christen sind wir Nachfolger von Jesus. Im Unterschied zu den ersten Jüngerinnen und Jüngern gehen wir Jesus nicht mehr direkt hinterher, aber im übertragenen Sinn leben wir in den Fußstapfen von Jesus. An seinem Leben und an seinen Worten, wie sie uns in den Evangelien überliefert sind, sollen wir heute unser Leben ausrichten. Wir sollen bei ihm und von ihm

einen neuen Lebensstil lernen – das Leben als Christen, das Leben als Töchter und Söhne Gott es. Deshalb geht es in der Kirche nicht um Mitgliedschaft . Es geht aber um das Mitmachen, das Mitlernen von Jesus. Allerdings reicht es auch nicht, Wissen anzuhäufen. Wir sollen lernen, anderen Menschen in ihren konkreten Nöten wie Jesus liebevoll zu dienen, ihnen so etwas von unserem Glauben zu zeigen, sie für Jesus zu begeistern und ihnen Lust zu machen, selber Jüngerinnen oder Jünger von Jesus zu werden.

Wie gesagt: Das ist nichts Neues. Aktuell wird es angesichts der tiefgreifenden strukturellen Veränderungen in unserer Kirche. Sie stellen uns vor Augen: Wir sind nicht mehr Institution. Wir leben immer mehr in den Strukturen von Vereinen (gemeinsame Ziele) oder Bewegungen (gemeinsames Handeln). Es scheint so, dass Gott uns wieder an unseren Ursprung zurückgeführt. Er fordert uns heraus, wieder Jüngerinnen und Jünger von Jesus zu werden und nicht stumme Besucher einer Institution zu bleiben. … und ich gebe Ihnen heute diese Einladung weiter.

Mit herzlichen Grüßen, Ihr Stephan Siegmund

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