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St. Jacobikirche

St. JacobikircheDie heutige St. Jacobikiche hat eine Vorgeschichte, welche weit in das Mittelalter zurück reicht. Seit dem 13. Jahrhundert gab es in Döbeln auf dem Niedermarkt eine zweite Kirche, welche den westlichen Teil Döbelns seelsorgerlich betreute. Sie war dem Apostel Jacobus geweiht, von dessen Leichnam angeblich ein Teil in dieser Kirche aufbewahrt wurde.

Entsprechend der mittelalterlichen Frömmigkeit war diese Reliquie ein großer Anziehungspunkt. Regelmäßig fanden daher große Wallfahrten zur alten Jacobikirche statt.

Im Jahre 1523 fiel diese Kirche auf dem Niedermarkt dem großen Stadtbrand zum Opfer und wurde nicht wieder aufgebaut. Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Nicolaikirche renoviert und in ihrem Inneren der Zustand von 1485 wiederhergestellt wurde, gingen in der großen Stadtkirche viele Plätze verloren. Die Folge war, dass, besonders an Festtagen, die Gottesdienste überfüllt waren und daher mehrere Gottesdienste hintereinander abgehalten werden mussten.

So beschloss der Kirchenvorstand im Jahre 1902 den Bau einer zweiten Kirche. Sie wurde nach nur gut einem Jahr Bauzeit, der Entwurf stammte vom Döbelner Stadtbaumeister Otto Richter, am 15. September 1904 eingeweiht. Ihr Name erinnerte an die alte Jacobikirche. Gemäß dem damaligen Zeitgeschmack machte man beim Baustil Anleihen in vergangenen Epochen sowie in der Gegenwart. Neoromanische Formen prägen den Kirchenbau außen, im Inneren ist ein Hauch Jugendstil, vor allem angeregt durch die Glasfenster, zu spüren. Über dem Eingangsportal ist ein Sandsteintympanon zu sehen, welches den erhöhten Christus mit dem Buch mit den sieben Siegeln darstellt (Offenbarung des Johannes, Kapitel 1).

St. Jacobikirche - Postkarte um 1915Dieses Motiv wiederholt sich etwas abgewandelt im Inneren. Der Innenraum ist mit viel Holz ausgestaltet. Die Bemalung in Rot, Blau und Gold ist dezent und symbolträchtig. Diese Farben wiederholen sich immer wieder. Man kann sie deuten als Symbole für die drei christlichen Tugenden: Glaube, Liebe und Hoffnung. Andere sehen darin eine Anspielung auf das verheißene himmlische Jerusalem, das aus Gold und Edelsteinen gebaut ist (Offenbarung des Johannes, Kapitel 21).

Ursprünglich war die neue Jacobikirche nur als Interimskirche gedacht. Sie sollte etwa ein halbes Jahrhundert Raum für die Gemeinde bieten. In den letzten Jahrzehnten der DDR- Zeit verschlechterte sich ihr Zustand rapide. Erst nach der politischen Wende im Jahre 1989 wurde es durch die Hilfe von ABM- Kräften möglich, die Kirche wieder herzurichten. Im Mai 1997 wurde das renovierte Kirchengebäude feierlich wieder eingeweiht. Seitdem finden hier neben Gottesdiensten verschiedenste Veranstaltungen wie z.B. Ausstellungen, Konzerte, Vorträge oder Gemeindefeste statt.

 


Eindrücke der Jacobikirche

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