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Eule- Orgel

Der ehemalige Döbelner Kantor Paul Störzner war Schüler von Max Reger, dem bedeutendsten spätromantischen Orgelkomponisten Deutschlands. Störzner war Initiator des Orgelneubaus im Sinne des Klangideals von Max Reger. Im Jahre 1929 wurde das Instrument von der Orgelbaufirma Eule aus Bautzen erbaut.

Eule-Orgel Die Orgel ist ein sehr interessantes Dokument aus einer Zeit des Umbruchs im Orgelneubau: einerseits finden sich zahlreiche spätromantische dunkle und weiche Klangfarben, andererseits macht sich schon der Beginn der Orgelbewegung mit der Rückbesinnung auf hell klingende Barockinstrumente bemerkbar. Dadurch lässt sich auf der Eule- Orgel Musik vieler Stilrichtungen darstellen.

In den Jahren 2000 bis 2001 wurde das Instrument vollständig restauriert.

Fachleute bestätigen uns, dass es nur noch wenige romantische Orgeln im unveränderten Zustand gibt. So auch hier der landeskirchliche Orgelsachverständige, Herr Reimund Böhmig in seinem Gutachten, welches vor der Restaurierung 2000 - 2001 ausgefertigt wurde: "(...) Es ist ein wahrer Glücksfall, dass in Döbeln nie Veränderungen an der Disposition erfolgt sind. Es dürfte kaum möglich sein, ein vergleichbares, noch dazu so monumentales Instrument ganz im Originalzustand zu finden. Die Einmaligkeit der Döbelner Orgel kann nicht genug betont werden. Ihr jetziger beklagenswerter Zustand lässt sich mit Sicherheit beheben und ihr kultureller Wert rechtfertigt zugegebenermaßen aufwendige Maßnahmen zu ihrer Erhaltung. (...)" - Zitat aus erwähntem Gutachten.

Seit ihrer Erbauung im Jahre 1929 hat die Döbelner Orgel sehr unter Wasserschäden, Verschmutzung und Holzwurmbefall gelitten. Außerdem wurden 1959 im Zusammenhang mit einer Umstimmung des Instruments 9 Register stillgelegt, nach einem erneuten Wassereinbruch 1978 weitere 6 Register. Durch weitere Schäden konnten vor der Renovierung von den 59 Registern nur noch 21 problemlos gespielt werden! Im September 2000 begann die Erbauerfirma mit der Instandsetzung der Orgel. Dabei wurde das Instrument vollständig in Einzelteile zerlegt. Sämtliche Pfeifen wurden überarbeitet, alle vom Wurm befallenen Bauteile und Pfeifen aus Holz wurden behandelt und, wo nötig, erneuert, die stark abgenutzten Bestandteile der pneumatischen Traktur wurden ebenfalls ersetzt. Außerdem wurde das Gehäuse um 20 cm nach vorne gesetzt, um eine bessere Zugänglichkeit zu gewährleisten. Am Reformationsfest 2001, dem 31. Oktober, konnte die wiederhergestellte Orgel eingeweiht werden, in einer anschließenden Festwoche fanden verschiedene Konzerte statt, in der die Besucher die Vielseitigkeit der Euleorgel erleben konnten.

Wir danken allen, die durch ihre Unterstützung und die vielen Spenden die Restaurierung ermöglicht haben!

 

Disposition der Orgel in St. Nicolai Döbeln
erbaut 1929 von Fa. Hermann Eule, Bautzen
 
I. Manual (C-a''')   II. Manual
Prinzipal   16'   Gedackt   16'
Prinzipal   8'   Hornprinzipal   8'
Gamba   8'   Viola   8'
Hohlflöte   8'   Quintatön   8'
Salicional   8'   Spitzflöte   8'
Rohrflöte   8'   Gedackt   8'
Dolce   8'   Fernflöte   8'
Oktave   4'   Oktave   4'
Gemshorn   4'   Rohrflöte   4'
Quinte   2 2/3'   Salicet   4'
Oktave   2'   Nassat   2 2/3'
Cornett   3-4 f.   Piccolo   2'
Mixtur   3-5 f.   Mixtur   3-4 f.
Trompete   8'   Krummhorn   8'
Regal   4'        
             
III. Manual (Schwellwerk)   Pedal (C-f')
Lieblich Gedackt   16'   Bassprinzipal   16'
Geigenprinzipal   8'   Violon   16'
Violine   8'   Subbass   16'
Konzertflöte   8'   Bassgedackt   16' (Transmission III. Man.)
Lieblich Gedackt   8'   Quintbass   10 2/3'
Vox coelestis   8'   Bassoktave   8'
Aeoline   8'   Bassgedackt   8'
Prinzipal   4'   Salicetbass   8' (Transmission III. Man.)
Wienerflöte   4'   Prinzipal   4'
Fugara   4'   Posaune   16'
Rohrquinte   2 2/3'   Basstrompete   8'
Nachthorn   2'   Singend Cornett   2'
Terz   1 3/5'        
Quinte   1 1/3'        
Flageolett   1'        
Harmonia aetheria   3 f.        
Oboe   8'        
Vox humana   8'