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Der Hochaltar

In Sachsen erfreute sich der heilige Nikolaus, Schutzpatron der Kaufleute, besonderer Beliebtheit. Neben dem mächtigen Altar der Döbelner Nicolaikirche gibt es hier eine ganze Reihe großartiger Flügelaltäre, die diesen Heiligen als Mittelschreinfigur zeigen.

Der zweifach wandelbare Döbelner Flügelaltar gehört zu den größten in Sachsen erhaltenen spätgotischen Schnitzaltären. In seiner figürlichen und ornamentalen Fülle sowie seiner künstlerischen Qualität ist er ein Meisterwerk seiner Gattung. Mit der gewaltigen Höhe von 12,24 Metern beherrscht er den Kirchenraum und füllt den Chor bis in das Gewölbe hin aus. Geschaffen wurde er 1515 / 16. Die exzellenten Malereien stammen vom so genannten Meister des Döbelner Hochaltars, wohl ein Cranachschüler, der später als selbständiger Meister in Freiberg tätig war. Für die Schnitzereien könnte ein Schüler des Meisters der Freiberger Domapostel in Frage kommen. Restauriert wurde der Altar 1918 - 1920, 1971 - 1975 und umfassend in den Jahren 1999 - 2002.

In der reich mit Schnitzwerk geschmückten Predella befindet sich unter einem Doppelbogen ein Relief mit der Darstellung des Marientodes. An den Predellenwangen sind das kursächsische Wappen und das Döbelner Stadtwappen mit den drei Türmen angebracht. Bis 1885 soll sich darunter bzw. auf der Mensa eine weitere Predella mit der Darstellung des Abendmahls befunden haben.

Der Altarschrein ist sehr aufwändig mit Astwerkschnitzereien geschmückt, neben den Schleierbrettern sind zusätzlich auch sämtliche Hohlkehlen verziert. Im Mittelschrein stehen unter filigranen Laubwerkbaldachinen die lebensgroßen Schnitzfiguren des heiligen Nikolaus mit Bischofsstab und dem Buch mit den drei Goldstücken in der Mitte, links (vom Betrachter aus gesehen) der heilige Leonhard mit Abtsstab und Kette, rechts der heilige Wenzel im Harnisch mit Speer und Schild. Der Rahmen ist von Blattwerk umgeben, in dem seitlich je zwei kleine Heiligenfiguren, die vier lateinischen Kirchenväter, stehen: links Hieronymus und Augustinus, rechts Gregor der Große und Ambrosius.

Die Altarflügel sind ähnlich aufgebaut: Im unteren Viertel tragen elegant gedrehte Säulchen eine Bogenarchitektur aus zwei Segmentbögen mit Stabdurchdringungen, darin sitzen vor Schreibpulten die Evangelisten mit ihren Attributen: links die Evangelisten Johannes mit dem Adler und Matthäus mit dem Engel, rechts Markus mit dem Löwen und Lukas mit dem Stier. Darüber stehen unter einer kunstvoll durchbrochenen Rahmung links die Schnitzfiguren des Evangelisten Johannes (Giftkelch) und des heiligen Florian (Harnisch und Fahne) sowie rechts Maria Magdalena (Salbgefäß) und die heilige Barbara (Turm).

Die drei verschiedenen Altarseiten werden im Kirchenjahr mehrfach gewandelt. Diese Wandlungen geschehen nicht öffentlich. Die Seiten sind wie folgt zu sehen:
Alltagsseite Sichtbar vom Sonntag Septuagesimä (8 Wochen vor Ostern) bis zum Sonntag Estomihi (Sonntag vor Aschermittwoch) und vom 1. Sonntag nach Trinitatis bis zum Ewigkeitssonntag,
Fastenseite Sichtbar vom vom 1. Advent bis vor Heilig Abend und von Aschermittwoch bis Karsamstag,
Festseite Sichtbar vom Hl. Abend bis letzten Sonntag nach Epiphanias (max. 9 Wochen nach Weihnachten) und von Ostern bis zum Trinitatisfest (8 Wochen nach Ostern).
Rechts oben finden Sie Fotos der jeweiligen Seite.